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Daten & KI

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Bilder aus dem Rechner

Aus einem Satz wird ein Foto, das nie jemand aufgenommen hat. Wie Bild-KI funktioniert und woran du Fälschungen erkennst.

Du tippst 'ein Astronaut reitet auf einem Pferd' und bekommst ein Bild, das täuschend echt aussieht. Bildgeneratoren stecken heute in Handys, Chatprogrammen und Bildbearbeitungen. Sie sind kreatives Werkzeug und Fälschungsmaschine zugleich. Um beides einordnen zu können, hilft ein Blick darauf, was ein Bild für einen Computer überhaupt ist.

Jedes Bild ist ein Zahlenraster

Ein digitales Bild besteht aus Pixeln, winzigen Farbpunkten in einem Raster. Jeder ist für den Computer nur eine Zahl oder ein paar Zahlen für die Farbanteile. Ein Foto mit Millionen Pixeln ist also eine riesige Zahlentabelle. Und genau deshalb kann eine KI Bilder erzeugen: Wer Zahlen berechnen kann, kann auch Pixel berechnen.

Pixelraster
Zeile 1 als Bits:01100110

64 Pixel = 64 Bit = 8 Byte

Probier es aus: Schalte Pixel an und aus und sieh, wie ein Bild nur aus Zahlen besteht.

Vom Rauschen zum Bild

Die meisten Bildgeneratoren arbeiten nach dem Diffusionsprinzip. Beim Training bekommt das Modell Millionen Bilder gezeigt, die Schritt für Schritt mit Zufallsrauschen überdeckt wurden, und lernt, dieses Rauschen wieder zu entfernen. Beim Erzeugen läuft der Prozess rückwärts: Das Modell startet mit reinem Rauschen, wie ein Fernsehbild ohne Empfang, und rechnet es in vielen kleinen Schritten klarer. Deine Textbeschreibung steuert dabei jeden Schritt, so dass aus dem Chaos genau das Motiv auftaucht, das du beschrieben hast.

Deepfakes erkennen

Dieselbe Technik erzeugt auch Deepfakes: gefälschte Fotos und Videos echter Personen. Klassische Fehler wie seltsame Hände, verwaschener Text im Hintergrund oder unlogische Schatten werden seltener, ganz verschwunden sind sie nicht. Verlass dich aber nicht allein auf solche Bildfehler. Wichtiger sind Fragen zum Kontext: Wer verbreitet das Bild? Berichten seriöse Quellen dasselbe? Eine Rückwärtssuche nach dem Bild zeigt oft, ob es älter ist oder aus einem anderen Zusammenhang stammt. Und je stärker ein Bild Empörung auslösen soll, desto mehr Skepsis ist angebracht.

Kennzeichnung und Herkunft

Weil das Auge allein nicht mehr reicht, entstehen technische und rechtliche Lösungen. Die EU verlangt mit dem AI Act, dass KI-generierte Inhalte maschinenlesbar gekennzeichnet werden und Deepfakes klar als solche ausgewiesen sind, ab August 2026 gilt das verbindlich. Parallel bauen Kamerahersteller und KI-Anbieter an Herkunftsnachweisen, die einem Bild fälschungssicher mitgeben, wo es herkommt und wie es bearbeitet wurde. Perfekt ist keines dieser Systeme, zusammen machen sie Fälschungen aber deutlich aufwändiger.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Woraus besteht ein digitales Bild für den Computer?

Wie erzeugt ein Diffusionsmodell ein Bild?

Ein Schwarzweißbild hat 8 mal 8 Pixel. Jeder Pixel ist entweder schwarz oder weiß und braucht deshalb genau ein Bit, also eine einzelne 0 oder 1. Wie viele Bits hat das Bild?

Bring die Schritte der Bilderzeugung durch ein Diffusionsmodell in die richtige Reihenfolge.

  1. 1Das Modell startet mit reinem Rauschen wie ein Fernsehbild ohne Empfang
  2. 2Nach der Hälfte der Schritte sind grobe Formen zu erahnen
  3. 3Am Ende ist das beschriebene Motiv klar zu sehen
  4. 4Der erste Rechenschritt nimmt etwas Rauschen weg, gelenkt von deinem Text

Ein Bild ist 1000 Pixel breit und 500 Pixel hoch. Aus wie vielen Pixeln besteht es?

Bei einem verdächtigen Bild fragst du am besten zuerst nach der statt nach Bildfehlern.