Technik & Elektronik
Lautsprecher & Mikrofon
Eine Spule, ein Magnet, eine Membran: Wie aus Strom Musik wird und aus deiner Stimme ein Signal.
Kopfhörer, Handylautsprecher, die Boxen im Kino: Überall entsteht Klang aus Strom. Und wenn du in ein Mikrofon sprichst, passiert genau das Umgekehrte, aus Klang wird Strom. Das Erstaunliche daran: In fast jedem Lautsprecher und im klassischen Mikrofon stecken dafür nur drei Bauteile, eine Membran, eine Spule und ein Magnet. Wie die zusammenspielen, schauen wir uns jetzt an.
Schall ist zitternde Luft
Alles, was du hörst, ist Luft, die schnell hin und her schwingt. Wie oft sie pro Sekunde schwingt, nennt man und misst sie in Hertz (Hz). Schnelle hörst du als hohe Töne, langsame als tiefe. Wie kräftig die Luft schwingt, bestimmt die Lautstärke. Die Schwingung selbst wandert dabei durch die Luft, bei Zimmertemperatur mit rund 340 Metern pro Sekunde. Teilst du diese Geschwindigkeit durch die Frequenz, bekommst du die , also den Abstand von einem Wellenberg zum nächsten. Wer Klang erzeugen will, braucht dafür nur eines: etwas, das die Luft ganz genau im richtigen Takt anschubst.
Der Lautsprecher: Strom bewegt die Membran
Im Lautsprecher sitzt eine leichte Membran, oft eine Art Trichter aus Papier oder Kunststoff. An ihrer Rückseite klebt eine Drahtspule, und die steckt im Feld eines starken Dauermagneten. Fließt Strom durch die Spule, wird sie selbst zum Magneten und wird vom Dauermagneten angezogen oder abgestoßen. Die Musik kommt als Wechselstrom an, der ständig seine Richtung und Stärke ändert. Die Spule zuckt also genau im Takt der Musik vor und zurück, nimmt die Membran mit, und die Membran schubst die Luft an. Aus einem elektrischen Signal ist Schall geworden.
Höhere Frequenz = höherer Ton.
Größere Amplitude = lauter.
Das Mikrofon: derselbe Trick rückwärts
Jetzt kommt der Aha-Moment: Ein dynamisches Mikrofon ist im Kern derselbe Aufbau, nur läuft alles rückwärts. Deine Stimme trifft auf eine Membran und bringt sie zum Schwingen. Auch hier hängt eine Spule an der Membran und bewegt sich im Feld eines Magneten. Und wenn sich eine Spule in einem bewegt, entsteht in ihr eine elektrische Spannung. Diesen Effekt nennt man Induktion. Die Schwingung deiner Stimme wird so Punkt für Punkt in ein elektrisches Signal übersetzt. Deshalb kannst du übrigens einen Kopfhörer notfalls als Mini-Mikrofon benutzen, es ist wirklich dieselbe Maschine.
Vom Signal zurück zum Klang
Damit schließt sich der Kreis: Schwingung wird Signal wird Schwingung. Beim Telefonieren macht dein Mikrofon aus deiner Stimme ein Signal, das als Daten um die halbe Welt reist. Am anderen Ende macht ein winziger Lautsprecher daraus wieder genau die Schwingung, die deine Stimmbänder erzeugt haben. Das Mikrofonsignal ist allerdings sehr schwach, deshalb sitzt zwischen Mikrofon und Lautsprecher immer ein Verstärker, der das Signal kräftiger macht, ohne seine Form zu verändern.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Was bewegt die Membran in einem Lautsprecher?
Wie erzeugt ein dynamisches Mikrofon ein elektrisches Signal?
Eine Membran schwingt 200 Mal pro Sekunde hin und her. Welche Frequenz in Hertz hat der Ton?
Im Lautsprecher wird aus Strom Schall. Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge.
- 1Die Membran schubst die Luft an, Schall entsteht
- 2Die Spule zieht die Membran mit
- 3Der Wechselstrom der Musik fließt durch die Spule
- 4Die Spule wird selbst magnetisch und wird vom Dauermagneten bewegt
Der Kammerton A lässt die Membran 440 Mal pro Sekunde schwingen. Wie oft schwingt sie in 5 Sekunden?
Bewegt sich eine Spule in einem Magnetfeld, entsteht in ihr eine elektrische Spannung. Diesen Effekt nennt man ….