sciandu
Erde & Klima

Erde & Klima

Entwaldung

Die grünen Lungen der Erde schrumpfen: Warum Wälder verschwinden und was das für Klima und Tiere bedeutet.

Wälder bedecken rund ein Drittel der Landfläche der Erde und sind voller Leben. Sie geben uns Sauerstoff, speichern Wasser und bieten unzähligen Tieren ein Zuhause. Doch jedes Jahr werden etwa 10 Millionen Hektar Wald gerodet, eine Fläche ungefähr so groß wie Island. Ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter, also etwa eineinhalb Fußballfelder. Das Verschwinden der Wälder nennt man Entwaldung. Warum passiert das, und warum geht es uns alle etwas an?

Warum Wälder gerodet werden

Hinter der Entwaldung steckt fast immer der Wunsch nach Platz oder Rohstoffen. Bäume werden gefällt, um Holz und Papier zu gewinnen. Noch häufiger wird der Wald gerodet, um Ackerland und Weiden zu schaffen, etwa für Rinder oder für Pflanzen wie Soja und Palmöl. Auch für Straßen, Minen und Städte muss Wald weichen. Vieles davon geschieht weit weg, doch die Produkte landen überall auf der Welt, auch bei uns.

Wälder und das Klima

Bäume nehmen beim Wachsen das aus der Luft auf und binden den Kohlenstoff im Holz. Ein gesunder Wald ist damit ein riesiger Speicher, der das Klima kühl hält. Wird der Wald abgeholzt oder verbrannt, kehrt sich das um: Der gespeicherte Kohlenstoff gelangt zurück in die Luft und heizt das Klima weiter auf. Rund ein Zehntel des Kohlendioxids, das Menschen zusätzlich in die Luft bringen, stammt aus Entwaldung. Nach dem Verbrennen von Kohle, Öl und Gas ist sie damit die zweitgrößte Quelle.

Treibhausblick
Treibhausgase3
AtmosphäreSonnenstrahlungWärmestrahlungzurückgehalten
Temperatur
+1,5 °C

Der Treibhauseffekt ist natürlich: Ohne ihn wäre die Erde etwa 33 °C kälter.

Zu viel CO₂ verstärkt den Effekt und die Erde erwärmt sich.

Gaslevel 3: +1,5 °C wärmer
Probier es aus: Sieh, wie mehr Kohlendioxid mehr Wärme festhält. Wälder holen genau dieses Gas aus der Luft.

Ein Zuhause geht verloren

In den Wäldern, besonders in den tropischen Regenwäldern, lebt ein großer Teil aller Tier- und Pflanzenarten der Erde. Viele davon kommen nur dort vor. Verschwindet der Wald, verlieren sie ihren Lebensraum, und ganze Arten können für immer aussterben. Ohne den Schutz der Bäume trocknet außerdem der Boden aus und wird vom Regen weggespült, sodass später kaum etwas nachwächst.

Wälder schützen und zurückholen

Am meisten bringt es, Wälder gar nicht erst zu roden, denn ein alter Wald speichert weit mehr als ein frisch gepflanzter. Schutzgebiete, klare Regeln und der Verzicht auf Produkte aus zerstörten Wäldern helfen dabei. Wo Wald schon verloren ist, kann man ihn wieder aufforsten, also neue Bäume pflanzen. Am besten wächst er allerdings von selbst nach, wenn man ihm Ruhe und Zeit gibt. Auch beim Einkauf kann man auf Zeichen achten, die für nachhaltiges Holz oder Palmöl stehen.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Was ist der häufigste Grund für Entwaldung?

Warum ist Entwaldung schlecht fürs Klima?

Bei einer Pflanzaktion setzt eine Gruppe 6 Reihen mit je 8 Bäumen. Wie viele Bäume pflanzt sie insgesamt?

Bäume nehmen beim Wachsen das Treibhausgas aus der Luft auf und binden den Kohlenstoff im Holz.

Ein Wald bindet pro Hektar etwa 5 Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Wie viele Tonnen sind das auf 3 Hektar in einem Jahr?

Ordne jedem Ereignis im Wald die richtige Folge zu.

Ein Baum wächst
Ein Wald wird verbrannt
Der Regenwald verschwindet