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Erde & Klima

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Plastik im Meer

Von der Tüte zum Mikroteilchen: Wie Plastik ins Meer gelangt und warum es dort so lange bleibt.

Eine Plastiktüte, die am Strand liegt, sieht nach einem kleinen Problem aus. Doch jedes Jahr landen Millionen Tonnen Plastik im Meer. Anders als ein Apfelrest verrottet Plastik nicht in ein paar Wochen. Es bleibt Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte. In dieser Zeit reist es mit den Strömungen um die halbe Welt und schadet Tieren und Menschen. Zeit, sich das genauer anzusehen.

Wie das Plastik ins Meer kommt

Das meiste Plastik im Meer stammt gar nicht von Schiffen, sondern vom Land. Müll, der achtlos weggeworfen wird, weht mit dem Wind davon, landet im Gully und schließlich in Bächen und Flüssen. Die Flüsse tragen ihn ins Meer, so wie sie auch das Wasser dorthin tragen. Ein einziger großer Fluss kann Jahr für Jahr Tausende Tonnen Plastik ans Meer liefern. Wo Müll nicht gut gesammelt wird, ist das Problem am größten.

Wasserkreislauf
StationVerdunsten
Verdunsten: Wasser ist gasförmig

Die Sonne erwärmt das Meer, Wasser wird zu unsichtbarem Wasserdampf.

Probier es aus: Wasser fließt über Flüsse ins Meer. Auf demselben Weg reist auch Müll vom Land ins offene Wasser.

Mikroplastik

Im Meer verschwindet Plastik nicht einfach, es zerfällt in immer kleinere Stücke. Sonne und Wellen zermahlen eine Flasche in unzählige winzige Krümel. Jedes Plastikteilchen, das kleiner als 5 Millimeter ist, nennt man Mikroplastik, und die kleinsten davon sind feiner als ein Sandkorn. Einmal im Wasser lassen sich diese Teilchen kaum wieder einsammeln. Manches Mikroplastik entsteht auch direkt, etwa als Abrieb von Autoreifen oder als winzige Fasern, die sich beim Waschen aus Kunstfaserkleidung lösen.

Schaden für die Tiere

Meerestiere verwechseln Plastik leicht mit Nahrung. Eine Schildkröte hält eine treibende Tüte für eine Qualle, ein Vogel füttert seine Küken mit bunten Plastikkrümeln. Der Magen füllt sich, aber es steckt keine Nahrung darin, und die Tiere verhungern trotz vollem Bauch. Winziges Mikroplastik wiederum wird von kleinen Meerestieren gefressen und wandert so Stück für Stück die hinauf, bis auf unseren Teller.

Was hilft

Am besten ist Plastik, das gar nicht erst entsteht. Eine Trinkflasche zum Wiederbefüllen, ein Stoffbeutel statt der Tüte, weniger unnötige Verpackung: Das spart Müll von Anfang an. Was doch anfällt, gehört richtig getrennt und wiederverwertet, nicht in die Natur. Und an Küsten und Flüssen sammeln viele Menschen bei gemeinsamen Aktionen Müll ein, bevor er das offene Meer erreicht.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Woher stammt das meiste Plastik im Meer?

Was ist Mikroplastik?

Bei einer Sammelaktion füllen Freiwillige 7 Säcke Müll, jeder wiegt 4 kg. Wie viele Kilogramm sind das insgesamt?

Bring den Weg des Plastiks vom Land bis zum Mikroplastik in die richtige Reihenfolge.

  1. 1Die Flüsse tragen den Müll bis ins Meer
  2. 2Es entsteht Mikroplastik, das sich kaum einsammeln lässt
  3. 3Sonne und Wellen zermahlen das Plastik in winzige Stücke
  4. 4Müll wird an Land achtlos weggeworfen
  5. 5Wind und Gully tragen ihn in Bäche und Flüsse

Eine Mehrwegflasche ersetzt an einem Schultag 3 Einwegflaschen. Wie viele Einwegflaschen spart sie in 5 Schultagen?

Anders als ein Apfelrest Plastik nicht in wenigen Wochen, es bleibt Jahrzehnte oder Jahrhunderte.