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Physik

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Unsichtbares Licht: das Spektrum

Radiowellen, Wärmestrahlung, Röntgenblick: Das meiste Licht im Universum kannst du gar nicht sehen.

Du drückst auf die Fernbedienung, und der Fernseher gehorcht, obwohl du nichts blitzen siehst. Dein Radio empfängt Musik durch Wände hindurch. Und im Sommer bekommst du einen Sonnenbrand, ohne dass dich sichtbares Licht verbrennt. Hinter all dem steckt dieselbe Sache wie hinter dem Licht einer Lampe: elektromagnetische Wellen. Sichtbares Licht ist nur eine von vielen Sorten, und die meisten davon sind für deine Augen unsichtbar.

Vom Radio bis Gamma

Alle diese Wellen bilden zusammen das elektromagnetische Spektrum. Sortiert wird es nach der Wellenlänge, also dem Abstand von einem Wellenberg zum nächsten. Am langwelligen Ende stehen Radiowellen, ihre Wellenlänge reicht von Metern bis zu Kilometern. Dann kommen Mikrowellen, dann Infrarot, dann das sichtbare Licht, dann Ultraviolett (UV), dann Röntgenstrahlung und am kurzwelligen Ende Gammastrahlung mit Wellenlängen kleiner als ein Atom. Dabei gilt eine einfache Regel: Je kürzer die Wellenlänge, desto mehr Energie trägt die Strahlung. Radiowellen sind harmlos, Gammastrahlung ist gefährlich.

c=λfc = \lambda \cdot f
Lichtgeschwindigkeit = Wellenlänge mal Frequenz. Im Vakuum sind alle elektromagnetischen Wellen gleich schnell, rund 300.000 km/s, deshalb bedeutet kürzere Wellenlänge automatisch höhere Frequenz.
Wellenschirm
Frequenz4
Amplitude3

Höhere Frequenz = höherer Ton.

Größere Amplitude = lauter.

Frequenz 4, Amplitude 3: mittelhoher, mittellauter Ton
Probier es aus: Verändere Frequenz und Amplitude der Welle. Je höher die Frequenz, desto kürzer die Wellenlänge, genau wie im Spektrum.

Sichtbares Licht: ein winziges Fenster

Deine Augen sehen nur Wellenlängen zwischen ungefähr 400400 und 700700 Nanometern, von Violett bis Rot. Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter. Gemessen am gesamten Spektrum ist das ein winziger Spalt, ungefähr so, als könntest du von einer riesigen Klaviertastatur nur eine einzige Taste hören. Alles andere ist trotzdem da: Es durchquert gerade jetzt den Raum um dich herum, vom WLAN-Signal bis zur deines eigenen Körpers.

Die unsichtbaren Nachbarn des Lichts begegnen dir ständig. Infrarot schließt direkt an Rot an, mit etwas längerer Wellenlänge: Es ist die Wärmestrahlung, die du von einer Heizung oder einem Lagerfeuer auf der Haut spürst, und Wärmebildkameras machen sie sichtbar. Auch die Fernbedienung sendet Infrarotblitze. Noch langwelliger sind die Mikrowellen: Im Mikrowellenherd bringen sie die Wassermoleküle im Essen zum Zappeln, und dieses Zappeln ist die Wärme, die dein Essen heiß macht. Ultraviolett schließt auf der anderen Seite an Violett an, mit kürzerer Wellenlänge: Es steckt im Sonnenlicht, sorgt für Sonnenbrand und lässt manche Stoffe im Schwarzlicht leuchten. Sonnencreme ist nichts anderes als ein UV-Filter für deine Haut. Noch kurzwelliger ist die Röntgenstrahlung, sie durchdringt weiches Gewebe und zeigt beim Arzt deine Knochen.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Was ist sichtbares Licht?

Welche Strahlung hat die längste Wellenlänge?

Mit welcher Strahlung sendet eine Fernbedienung ihre Signale an den Fernseher?

Ergänze den Satz: Je kürzer die Wellenlänge einer elektromagnetischen Welle, desto ist ihre Energie.

Welcher Teil des Sonnenlichts verursacht Sonnenbrand?

Ordne jeder Strahlung ihre Alltagsanwendung zu.

Infrarot
Mikrowellen
Röntgenstrahlung
UV-Strahlung