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Astronomie & Raumfahrt

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Asteroiden & Kometen

Bauschutt vom Anfang des Sonnensystems: Warum Kometenschweife von der Sonne weg zeigen und woher Sternschnuppen kommen.

Als das Sonnensystem vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstand, klumpte Staub zu immer größeren Brocken zusammen, aus denen schließlich die Planeten wurden. Aber nicht alles Material fand ein Zuhause. Übrig blieben Milliarden von Gesteinsbrocken und Eisklumpen: die Asteroiden und Kometen. Sie sind eine Art Bauschutt vom Anfang des Sonnensystems und deshalb für die Forschung Gold wert, denn sie haben sich seit damals kaum verändert.

Der Asteroidengürtel

Die meisten Asteroiden kreisen im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Der größte Bewohner ist Ceres mit rund 940 Kilometern Durchmesser, so groß, dass er als Zwergplanet zählt. Die allermeisten Brocken sind aber viel kleiner, und alle Asteroiden des Gürtels zusammen bringen nur etwa drei Prozent der Mondmasse auf die Waage. Obwohl es Millionen von ihnen gibt, ist der Gürtel fast leer: Zwischen zwei Asteroiden liegen im Schnitt viele hunderttausend Kilometer. fliegen deshalb ohne Slalom hindurch.

Kometen, schmutzige Schneebälle

Kometen stammen aus den eisigen Außenbezirken des Sonnensystems und bestehen aus Eis, Staub und Gestein, weshalb man sie oft schmutzige Schneebälle nennt. Ihre Bahnen sind stark in die Länge gezogen: Sie verbringen die meiste Zeit weit draußen in der Kälte und rasen dann für kurze Zeit dicht an der Sonne vorbei. Kommt ein Komet der Sonne nahe, verdampft sein Eis, und um den nur wenige Kilometer großen Kern wächst eine riesige Hülle aus Gas und Staub. Der berühmteste ist der Halleysche Komet, der etwa alle 76 Jahre zurückkehrt und dazwischen bis zu 35 Astronomische Einheiten weit hinauswandert. Eine ist der mittlere Abstand von der Erde zur Sonne, also rund 150 Millionen Kilometer.

Bahnlabor
Startgeschwindigkeit8 km/s
8 km/s: Umlaufbahn

Der Satellit fällt ständig zum Planeten, ist aber seitlich so schnell, dass er immer daneben fällt. Merksatz: eine Umlaufbahn ist Fallen um den Planeten herum.

Probier es aus: Baue eine langgestreckte Kometenbahn und beobachte, wie der Komet nahe der Sonne rast und weit draußen fast stillzustehen scheint.

Der Schweif zeigt von der Sonne weg

Der Schweif eines Kometen ist keine Abgasfahne, die hinter ihm herweht. Sonnenlicht und der Sonnenwind, ein Strom geladener Teilchen, drücken Gas und Staub vom Kometenkopf weg. Deshalb zeigt der Schweif immer von der Sonne weg, egal in welche Richtung der Komet fliegt. Entfernt sich der Komet wieder von der Sonne, fliegt er also mit dem Schweif voran. Oft sieht man sogar zwei Schweife: einen geraden, bläulichen aus Gas und einen gebogenen, weißlichen aus Staub.

Sternschnuppen

Eine Sternschnuppe ist kein fallender Stern, sondern meist nur ein Staubkorn. Es rast mit mehreren Dutzend Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre und verglüht in etwa 80 bis 100 Kilometern Höhe zu einem hellen Leuchtstreifen. Kreuzt die Erde die staubige Spur eines Kometen, gibt es besonders viele davon: einen Meteorschauer, wie die Perseiden jeden August. Nur größere Brocken überstehen den Flug durch die Atmosphäre. Was davon den Boden erreicht, nennt man einen .

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Wo liegt der Asteroidengürtel?

In welche Richtung zeigt der Schweif eines Kometen?

Der Halleysche Komet war zuletzt 1986 in Sonnennähe. Rechne mit 76 Jahren Umlaufzeit: Welches Jahr ergibt das rechnerisch für die nächste Rückkehr?

Ordne jedem Himmelskörper die passende Beschreibung zu.

Asteroid
Komet
Sternschnuppe
Meteorit

Sternschnuppen verglühen in rund 100 Kilometern Höhe. Ein Passagierflugzeug fliegt in etwa 10 Kilometern Höhe. Wie viele Male so hoch verglühen die Sternschnuppen?

Obwohl es Millionen Asteroiden gibt, ist der Gürtel fast , denn zwischen zwei Brocken liegen im Schnitt hunderttausende Kilometer.