Astronomie & Raumfahrt
Die Gasriesen
Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun: Riesen ohne festen Boden, mit Ringen, Rekordstürmen und Monden, die eigene Welten sind.
Jenseits des Mars und des ändert das Sonnensystem sein Gesicht. Die vier äußeren Planeten sind riesig, bestehen vor allem aus Gas und Eis und haben keine feste Oberfläche, auf der man landen könnte. Wer in Jupiter hineinfliegen wollte, würde einfach immer tiefer sinken, während der Druck ins Unermessliche steigt. Diese vier Riesen tragen außerdem fast alle Monde des Sonnensystems.
Jupiter, der König der Planeten
Jupiter ist der größte Planet: Quer durch ihn passen etwa 11 Erden nebeneinander, und er wiegt mehr als alle anderen Planeten zusammen. Wie die Sonne besteht er hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium. Sein berühmtestes Merkmal ist der Große Rote Fleck, ein Wirbelsturm, der breiter als die Erde ist und seit Jahrhunderten tobt. Trotz seiner Masse dreht sich Jupiter rasend schnell: Ein Jupitertag dauert nur rund 10 Stunden, kein anderer Planet dreht sich schneller.
Saturn und seine Ringe
Saturn ist fast so groß wie Jupiter, hat aber nur knapp ein Drittel von dessen Masse: Seine mittlere ist sogar geringer als die von Wasser. Berühmt ist er für seine Ringe. Sie bestehen aus unzähligen Brocken aus und Gestein, vom Staubkorn bis zur Größe eines Hauses, die den Planeten wie auf einer riesigen Rennbahn umkreisen. Von einem Rand zum anderen misst das Ringsystem rund 280.000 Kilometer, dabei ist es meist nur wenige Dutzend Meter dick, hauchdünn im Vergleich. Auch Jupiter, Uranus und Neptun haben Ringe, aber nur bei Saturn sind sie so prächtig.
1 AE = Abstand Erde zu Sonne ≈ 150 Millionen km.
Die Eisriesen Uranus und Neptun
Uranus und Neptun sind kleiner als Jupiter und Saturn und enthalten neben Wasserstoff und Helium viel gefrorenes Wasser, Ammoniak und Methan. Deshalb nennt man sie Eisriesen. Das Methan in ihren Atmosphären schluckt rotes Licht und lässt beide blaugrün bis tiefblau leuchten. Uranus hat eine kuriose Eigenheit: Seine Drehachse ist um etwa 98 Grad gekippt, er rollt also gewissermaßen auf der Seite liegend um die Sonne. Neptun ist der äußerste Planet, und ausgerechnet dort wehen mit rund 2.000 Kilometern pro Stunde die schnellsten Winde des Sonnensystems.
Monde wie eigene Welten
Die spannendsten Orte im äußeren Sonnensystem sind vielleicht gar nicht die Planeten, sondern ihre Monde. Jupiters Mond Europa trägt unter einer kilometerdicken Eiskruste vermutlich einen Ozean aus flüssigem Wasser, ein möglicher Ort für Leben. Ganymed, ebenfalls bei Jupiter, ist der größte Mond des Sonnensystems und hat einen größeren Durchmesser als der Planet Merkur. Saturns Mond Titan besitzt als einziger Mond eine dichte Atmosphäre, dort regnet Methan vom Himmel und sammelt sich in Seen. sollen diese Welten in den nächsten Jahrzehnten genauer erkunden.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Woraus bestehen Jupiter und Saturn hauptsächlich?
Welcher Mond hat eine dichte Atmosphäre und Seen aus Methan?
Wie viele der vier Riesenplaneten besitzen Ringe?
Ordne die vier Riesenplaneten von der Sonne aus nach außen.
- 1Neptun
- 2Saturn
- 3Uranus
- 4Jupiter
Ein Jupitertag dauert etwa 10 Stunden. Wie oft dreht sich Jupiter in 120 Stunden um sich selbst?
Ordne jedem Mond seine Besonderheit zu.