Erde & Klima
Klimawandel
Die Erde wird messbar wärmer: woher das zusätzliche CO₂ kommt, was es bewirkt und was wir tun können.
Das brauchst du vorher
Du weißt schon, dass wie eine Decke um die Erde wirken. Seit gut 150 Jahren machen wir Menschen diese Decke dicker: Wir verbrennen Kohle, Öl und Gas für Strom, Heizung und Verkehr, und dabei entsteht zusätzliches CO₂. Die Folgen kann man heute nicht nur berechnen, sondern direkt messen. Die gute Nachricht: Wir kennen die Ursachen genau, und deshalb kennen wir auch die Lösungen.
Was die Messungen zeigen
Wetterstationen, Schiffe und Satelliten messen die Temperatur rund um den Globus, manche Messreihen reichen weit über 100 Jahre zurück. Das Ergebnis ist eindeutig: Die globale Durchschnittstemperatur liegt heute etwa 1,3 °C höher als im Zeitraum 1850 bis 1900, als weltweit noch sehr wenig Kohle und Öl verbrannt wurde. Das klingt nach wenig, ist für das Klimasystem aber viel. schmelzen und werden Jahr für Jahr kürzer, der Meeresspiegel steigt derzeit um etwa 4 Millimeter pro Jahr, und Wetterextreme wie Hitzewellen treten häufiger auf. Gleichzeitig zeigen Luftbläschen im antarktischen Eis, dass der CO₂-Gehalt der Luft höher ist als in den letzten 800.000 Jahren.
Verbrennung setzt CO₂ frei, das die Erde aufheizt. Weltweiter Primärenergiemix, gerundet: 79% fossil, 11% erneuerbar.
Die Lösungen liegen auf dem Tisch
Weil das zusätzliche CO₂ vor allem aus dem Verbrennen von Kohle, Öl und Gas stammt, setzt genau dort die wichtigste Lösung an: Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind und Wasser erzeugen, denn dabei wird nichts verbrannt und es entsteht kein zusätzliches CO₂. Der zweite große Hebel ist Effizienz, also dieselbe Leistung mit weniger Energie erreichen, etwa durch gut gedämmte Häuser, sparsame Geräte und moderne Technik. Viele Länder bauen erneuerbare Energien schon kräftig aus, denn neue Solar- und Windanlagen liefern inzwischen vielerorts den günstigsten Strom.
Was du selbst tun kannst
Die großen Weichen stellen Politik und Wirtschaft, aber auch dein Alltag zählt. Kurze Wege mit dem Rad oder zu Fuß statt mit dem Auto, Licht und Geräte ausschalten, die niemand braucht, Dinge reparieren und länger nutzen statt neu kaufen: Jede eingesparte und jeder eingesparte Liter Benzin bedeutet weniger CO₂. Und vielleicht am wichtigsten: verstehen, wie das Klima funktioniert, und dieses Wissen weitergeben. Genau daran arbeitest du gerade.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Woher stammt der größte Teil des zusätzlichen CO₂ in der Atmosphäre?
Welche dieser Energiequellen ist erneuerbar?
Im Zeitraum 1850 bis 1900 lag die globale Durchschnittstemperatur bei etwa 13,7 °C, heute liegt sie bei etwa 15,0 °C. Um wie viele Grad ist sie gestiegen?
Bringe die Kette des Klimawandels in die richtige Reihenfolge.
- 1Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt.
- 2Die globale Durchschnittstemperatur steigt.
- 3Zusätzliches CO₂ gelangt in die Atmosphäre.
- 4Die Treibhausdecke um die Erde wird dicker.
- 5Menschen verbrennen Kohle, Öl und Gas.
Ein Alpengletscher wird durch die Erwärmung jedes Jahr etwa 2 m kürzer. Wie viele Meter verliert er in 15 Jahren?
Ordne jeder Maßnahme zu, warum sie dem Klima hilft.
Damit geht es weiter