Erde & Klima
Wetterextreme
Stürme, Starkregen, Hitzewellen und Dürren: wie sie entstehen, warum manche häufiger werden und wie Vorsorge hilft.
Das brauchst du vorher
Ein Sturm deckt Dächer ab, ein Wolkenbruch setzt Straßen unter Wasser, eine Hitzewelle lässt Flüsse schrumpfen. Solche Wetterextreme gab es schon immer, sie gehören zum Wettergeschehen der Erde. Trotzdem lohnt es sich, sie genau zu verstehen: wie sie entstehen, warum ein wärmeres Klima manche von ihnen häufiger macht und wie man sich gut auf sie vorbereitet.
Wie Wetterextreme entstehen
Hinter den meisten Extremen steckt Energie in Form von Wärme und Feuchtigkeit. Stürme entstehen, wenn große Druckunterschiede in der Atmosphäre Luftmassen kräftig in Bewegung setzen. Starkregen fällt, wenn feuchte, warme Luft schnell aufsteigt, abkühlt und ihr Wasser auf einen Schlag abgibt, oft aus hoch aufgetürmten Gewitterwolken. Hitzewellen bilden sich, wenn ein stabiles Hochdruckgebiet tagelang trockene, heiße Luft an Ort und Stelle hält. Und eine Dürre entsteht, wenn über Wochen oder Monate deutlich weniger Regen fällt, als Böden, Pflanzen und Flüsse brauchen.
Höhe: 0,5 bis 2 km
Wetter: Schönwetter
Was ein wärmeres Klima verändert
Ein wärmeres Klima verändert die Zutaten für Extreme. Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, pro Grad Erwärmung etwa 7 % mehr. Regnet es dann, kommt oft mehr Wasser auf einmal herunter. Hitzewellen werden in einem wärmeren Klima häufiger und heißer, und wo mehr Wasser verdunstet, trocknen Böden schneller aus. Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Wetter und Klima: Ein einzelnes Gewitter oder ein heißer Tag beweist für sich noch nichts, das ist Wetter. Erst wenn Messungen über viele Jahrzehnte zeigen, dass bestimmte Extreme häufiger oder stärker werden, spricht man von einem Klimatrend.
Frühwarnung und Vorsorge
Gegen Wetterextreme sind wir nicht machtlos. Wetterdienste beobachten die Atmosphäre rund um die Uhr und warnen oft Stunden bis Tage im Voraus, über Radio, Apps und Sirenen. Bei einem Gewitter kannst du sogar selbst abschätzen, wie nah es ist: Zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner, denn der Schall braucht für einen Kilometer etwa drei Sekunden. Vorsorge hilft zusätzlich: Städte pflanzen Bäume und schaffen Flächen, auf denen Regenwasser versickern kann, Häuser werden gegen Sturm und Hitze gebaut, und Familien wissen im Idealfall, wo bei einer Warnung der sicherste Ort ist. Wer eine Warnung ernst nimmt, Fahrrad und Gartenmöbel wegräumt und drinnen bleibt, kommt meist ohne Schaden durch.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?
Warum kann Starkregen in einem wärmeren Klima heftiger ausfallen?
Um 14 Uhr warnt der Wetterdienst vor einem Sturm, der gegen 20 Uhr eintreffen soll. Wie viele Stunden bleiben zur Vorbereitung?
Ordne jedem Wetterextrem seine Ursache zu.
In einer Woche werden diese Höchsttemperaturen gemessen: 28, 31, 33, 34, 29, 32 und 30 °C. An wie vielen Tagen lag die Höchsttemperatur über 30 °C? Genau 30 °C zählt nicht mit.
Ein einzelner heißer Tag ist noch kein Beweis für den Klimawandel, denn Aussagen über das Klima brauchen Messungen über ….
Damit geht es weiter