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Biologie

Biologie

Vererbung

Warum ähnelst du vielleicht deiner Oma? Weil Merkmale über Gene weitergegeben werden.

Das brauchst du vorher

Kinder ähneln oft ihren Eltern: gleiche Haarfarbe, gleiche Nasenform, gleiche Augenfarbe. Das ist kein Zufall. Merkmale werden über Gene weitergegeben, also über eine Art Bauanleitung, die du von deiner Mutter und deinem Vater bekommst. Für jedes Merkmal erbst du zwei Anlagen, je eine von jedem Elternteil.

Dominant und rezessiv

Nicht jede der beiden Anlagen setzt sich gleich stark durch. Eine dominante Anlage ist stärker und zeigt sich schon, wenn sie nur einmal vorhanden ist. Man schreibt sie mit einem großen Buchstaben, zum Beispiel B. Eine rezessive Anlage ist schwächer und zeigt sich nur, wenn beide Anlagen rezessiv sind. Sie bekommt einen kleinen Buchstaben, zum Beispiel b. Bei der Kombination Bb gewinnt also das dominante B. Wer zwei gleiche Anlagen hat, also BB oder bb, ist reinerbig. Wer eine große und eine kleine hat, also Bb, ist mischerbig.

Kreuzungsquadrat
Elternteil 1Aa
Elternteil 2aa
a
a
A
Aagelb
Aagelb
a
aagrün
aagrün

A = gelbe Samen (dominant), a = grüne Samen (rezessiv).

2 zeigen A (gelb) : 2 zeigen a (grün)
Kreuze zwei Eltern im Punnett-Quadrat, einer kleinen Tabelle mit vier Feldern, und sieh dir an, welche Kombinationen bei den Nachkommen auftreten können.

Das Punnett-Quadrat

Mit dem Punnett-Quadrat kannst du vorhersagen, welche Merkmale die Nachkommen wahrscheinlich zeigen. Du trägst die Anlagen der Mutter oben ein und die des Vaters an der Seite. In den vier Feldern stehen dann die möglichen Kombinationen. Kreuzt du Bb mit Bb, entstehen die vier Felder BB, Bb, Bb und bb. Nur das eine bb-Feld zeigt das rezessive Merkmal, also 1 von 4. Bei echten Nachkommen gilt dieses Verhältnis im Schnitt, im Einzelfall kann es aber etwas anders ausfallen.

Mendel und die Erbsen

Diese Regeln entdeckte der Mönch Gregor Mendel, der seine Ergebnisse 1866 veröffentlichte, also vor über 150 Jahren. Er kreuzte im Klostergarten Tausende Erbsenpflanzen und zählte genau, wie viele Nachkommen gelbe oder grüne Samen hatten. Gelb erwies sich dabei als die dominante Anlage, Grün als die rezessive. So fand er die festen Verhältnisse, mit denen sich Merkmale vererben. Für einzelne Merkmale wie Mendels Erbsenfarbe passt dieses Ein-Gen-Modell gut. Beim Menschen ist die Augenfarbe dagegen komplizierter: An ihr sind mehrere Gene beteiligt, deshalb reicht ein einzelnes dominant-rezessiv-Paar nicht aus.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Wie schreibt man eine dominante Anlage?

Welches Merkmal zeigt ein Lebewesen mit der Kombination Bb?

Beim Kreuzen von Bb mit Bb entstehen 4 Felder. Bei wie vielen davon zeigt sich das rezessive Merkmal (bb)?

Das rezessive Merkmal zeigt sich nur, wenn Anlagen rezessiv sind.

Beim Kreuzen von Bb mit Bb: Bei wie vielen der 4 Felder zeigt sich das dominante Merkmal?

Ordne jeder Schreibweise zu, was sie über die Anlage aussagt.

Großer Buchstabe B
Kleiner Buchstabe b
Kombination Bb
Kombination bb

Damit geht es weiter