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Erde & Klima

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Katastrophenschutz

Warnen, vorsorgen, richtig handeln: Wie man sich bei Erdbeben, Hochwasser und Sturm schützt.

Naturgewalten lassen sich nicht abstellen. Ein Erdbeben, ein Hochwasser oder ein schwerer Sturm kommt, ob wir wollen oder nicht. Aber ob so ein Ereignis zur Katastrophe wird, hängt stark davon ab, wie gut die Menschen vorbereitet sind. Genau darum kümmert sich der Katastrophenschutz: Er will Schäden verhindern, bevor sie passieren, und im Ernstfall schnell helfen.

Frühwarnsysteme

Je früher eine Warnung kommt, desto mehr Zeit bleibt zum Handeln. Sensoren messen rund um die Uhr, ob Flusspegel steigen, ob die Erde zittert oder ob sich Stürme zusammenbrauen. Bei Gefahr laufen die Warnungen über Sirenen, Warn-Apps auf dem Handy und das Radio. Vor einem Sturm warnt der Wetterdienst oft Tage im Voraus. Bei einem Erdbeben bleiben dagegen nur Sekunden: Messstationen nahe am Bebenherd spüren die ersten schwachen Wellen, und die Warnung wird schneller weitergefunkt, als die starken Wellen laufen. Schon diese wenigen Sekunden reichen, um unter einen Tisch zu kriechen oder einen Zug zu bremsen.

Wie stark ist ein Beben?

Damit alle wissen, wie kräftig ein Erdbeben war, gibt man seine Stärke als Magnitude an, bekannt aus der Richterskala. Eine Stufe mehr bedeutet den zehnfachen Ausschlag am Messgerät und rund 32-mal so viel freigesetzte Energie. Ein Beben der Stärke 6 ist deshalb nicht doppelt so stark wie eines der Stärke 3: Drei Stufen mehr sind rund 30.000-mal so viel Energie. Wer das weiß, kann Warnungen und Nachrichten viel besser einordnen.

Bebenskala
Magnitude5
Ausschlag logarithmisch dargestellt
Magnitude 5: 10× stärkerer Ausschlag als 4 und rund 32× mehr Energie

Wirkung: Bilder wackeln, Möbel rutschen. Die Richterskala ist logarithmisch, jede Stufe bedeutet zehnfache Amplitude.

Probier es aus: Stelle verschiedene Stärken ein und sieh, wie schnell die Wirkung eines Bebens zunimmt.

Vorsorge zu Hause

Gut vorbereitet ist, wer nicht erst im Ernstfall überlegt. Ein kleiner Vorrat an Wasser und haltbaren Lebensmitteln, eine Taschenlampe, ein Radio mit Batterien und eine Hausapotheke helfen, wenn Strom oder Leitungswasser einmal ausfallen. Als Faustzahl rechnet man mit 2 Litern Trinkwasser pro Person und Tag. Genauso wichtig ist ein Plan: Wo trifft sich die Familie, wenn das Handynetz überlastet ist? Welche Nummern sollte man kennen? Wer das vorher bespricht, bleibt im Ernstfall ruhiger.

Richtig handeln im Ernstfall

Jede Gefahr braucht anderes Verhalten. Bei einem Erdbeben gilt drinnen: sich ducken, unter einen stabilen Tisch kriechen und den Kopf schützen, weg von Fenstern. Bei Hochwasser heißt es: rechtzeitig in ein höheres Stockwerk oder auf höher gelegenes Gelände gehen und niemals durch strömendes Wasser laufen oder fahren, denn schon knietiefes Wasser reißt einen um. Bei jeder Warnung gilt: ruhig bleiben, den Anweisungen der Rettungskräfte folgen und anderen helfen, wenn man kann.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Wozu dient ein Frühwarnsystem?

Was ist bei einem Erdbeben drinnen richtig?

Ein Frühwarnsystem warnt 8 Sekunden vor den starken Erschütterungen. Ein neues System schafft 15 Sekunden. Wie viele Sekunden mehr Vorwarnung sind das?

Bei Hochwasser gilt: Laufe oder fahre niemals durch Wasser, denn schon wenig davon reißt dich um.

Für den Notvorrat rechnet man mit 2 Litern Wasser pro Person und Tag. Wie viele Liter braucht eine Person für 3 Tage?

Bringe die Schritte eines Frühwarnsystems in die richtige Reihenfolge.

  1. 1Das Frühwarnsystem löst eine Warnung aus
  2. 2Sensoren messen den steigenden Flusspegel
  3. 3Die Menschen bringen sich in Sicherheit