Erde & Klima
Naturgefahren
Erdbeben, Vulkane, Fluten und Lawinen: Warum die Erde manchmal gefährlich wird und wie sich Menschen schützen können.
Das brauchst du vorher
Die Erde ist meistens ein ruhiger Ort. Aber manchmal bebt der Boden, ein Vulkan spuckt Asche, ein Fluss tritt über die Ufer oder eine Schneemasse donnert den Hang hinab. Solche Naturereignisse gab es schon immer, lange bevor es Menschen gab. Wer versteht, wo und warum sie passieren, kann sich vorbereiten, und genau das rettet Leben.
Wenn die Erde bebt
Die äußere Hülle der Erde besteht aus riesigen Platten, die sich langsam bewegen. An ihren Grenzen verhaken sie sich, Spannung baut sich auf, und wenn sie sich ruckartig löst, bebt die Erde. Deshalb liegen die meisten Erdbeben und Vulkane an Plattengrenzen, etwa rund um den Pazifik. Die Stärke eines Bebens wird mit der Magnitude angegeben: Eine Stufe mehr bedeutet etwa die 32-fache freigesetzte Energie. Ein Beben der Stärke 7 setzt darum rund tausendmal so viel Energie frei wie eines der Stärke 5 und ist viel zerstörerischer.
Wirkung: Bilder wackeln, Möbel rutschen. Die Richterskala ist logarithmisch, jede Stufe bedeutet zehnfache Amplitude.
Wasser und Schnee in Bewegung
Nicht nur der Untergrund kann gefährlich werden. Nach starkem Regen oder Schneeschmelze schwellen Flüsse an und überfluten Täler und Städte. In steilen Bergen kann sich eine Schneedecke lösen und als Lawine zu Tal rasen. Und wenn ein starkes Beben den Meeresboden anhebt, entsteht ein Tsunami: Im offenen Meer ist die Welle flach, aber so schnell wie ein Flugzeug, und an der Küste türmt sie sich zu einer zerstörerischen Wand auf. Deshalb sind Küsten, Flusstäler und steile Hänge besonders gefährdete Orte.
Vom Ereignis zur Katastrophe
Ein Vulkanausbruch auf einer unbewohnten Insel ist nur ein Naturereignis. Zur Katastrophe wird er erst, wenn Menschen betroffen sind. Darum arbeiten überall auf der Welt Frühwarnsysteme: Messstationen erkennen Beben, Bojen melden Tsunamis, Wetterdienste warnen vor Hochwasser. Dazu kommen kluge Vorsorge und stabile Bauweise: erdbebensichere Häuser, Deiche an Flüssen, Schutzwälder gegen Lawinen und Notfallpläne, die jeder kennt. Je besser eine Region vorbereitet ist, desto glimpflicher geht dasselbe Ereignis aus.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Wo passieren die meisten Erdbeben und Vulkanausbrüche?
Wann wird ein Naturereignis zur Katastrophe?
Erdbebenwellen rasen mit etwa 8 km pro Sekunde durch das Gestein. Wie viele Kilometer schaffen sie in 10 Sekunden?
Ein Naturereignis wird erst dann zur …, wenn Menschen davon betroffen sind.
Ein Fluss steigt beim Hochwasser um 6 cm pro Stunde. Um wie viele Zentimeter steigt er in 8 Stunden?
Ordne jeder Naturgefahr die passende Schutzmaßnahme zu.
Damit geht es weiter