Erde & Klima
Boden & Verwitterung
Unter deinen Füßen liegt ein Schatz: Wie Boden aus Gestein entsteht, in Schichten wächst und warum wir ihn schützen müssen.
Das brauchst du vorher
Grab einmal mit der Hand in ein Beet: Die dunkle, krümelige Erde dort ist keine tote Masse, sondern das Ergebnis von Tausenden Jahren Arbeit. Boden entsteht, wenn Gestein langsam zu winzigen Körnern zerfällt und sich mit den Resten abgestorbener Pflanzen und Tiere mischt. Ohne Boden gäbe es keine Wälder, keine Äcker und nichts zu essen.
Vom Fels zum Krümel
Am Anfang steht nackter Fels. Die Verwitterung zerlegt ihn Stück für Stück: Wasser sickert in Risse, gefriert bei Frost und sprengt den Stein auseinander, weil Eis mehr Platz braucht als Wasser. Regen löst Stoffe aus dem Gestein heraus, und Wurzeln drücken sich in Spalten und weiten sie. Aus abgestorbenen Blättern, Wurzeln und Tieren entsteht dabei Humus, die dunkle, nährstoffreiche Zutat des Bodens. So wächst der Boden in Schichten, die man Horizonte nennt. Gräbt man ein Loch und schaut von der Seite auf diese Schichten, sieht man ein Bodenprofil: oben der dunkle Humushorizont, darunter der hellere Unterboden, ganz unten das Ausgangsgestein.
Abgestorbene Blätter und Reste, oben locker und dunkel.
Was der Boden für uns leistet
Boden ist wie ein Schwamm und eine Speisekammer zugleich. Zwischen seinen Krümeln gibt es winzige Hohlräume, in denen er Regenwasser speichert und langsam wieder an Pflanzen abgibt. Aus dem Humus ziehen die Wurzeln Nährstoffe. Außerdem wimmelt es im Boden vor Leben: In einer Handvoll Erde leben mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt. Regenwürmer, Pilze und Bakterien zerkleinern totes Material und machen daraus frischen Humus.
Boden schützen
Boden wächst extrem langsam: Für einen einzigen Zentimeter braucht die Natur oft rund hundert Jahre. Verschwinden kann er dagegen sehr schnell. Wenn Wind und Regen auf nackte Erde treffen, tragen sie die wertvolle Humusschicht davon. Das nennt man . Pflanzen sind der beste Schutz: Ihre Wurzeln halten den Boden fest wie ein Netz, und ihre Blätter bremsen den Regen. Deshalb lassen Bauern Hecken stehen, begrünen ihre Felder auch im Winter und pflügen an Hängen quer statt bergab.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Woraus besteht Humus?
Welche Schicht liegt in einem Bodenprofil ganz oben?
Für 1 cm neuen Boden braucht die Natur rund 100 Jahre. Wie viele Jahre braucht sie für 5 cm?
Bringe die Bodenschichten in die richtige Reihenfolge von oben nach unten.
- 1Ausgangsgestein
- 2Hellerer Unterboden
- 3Dunkler Humushorizont
Ein Bodenprofil zeigt oben 30 cm Humushorizont und darunter 50 cm Unterboden. Wie dick sind beide Schichten zusammen in cm?
Wenn Wind und Regen die Humusschicht von nackter Erde forttragen, nennt man das ….
Damit geht es weiter