sciandu
Chemie

Chemie

Farbstoffe & Pigmente

Blaue Jeans, gelbes Curry, bunte Wände: Entdecke die Chemie, die unsere Welt einfärbt.

Deine Jeans ist blau, dein Curry färbt den Kochlöffel gelb, und die Wand in deinem Zimmer trägt genau die Farbe, die vorher im Eimer war. Hinter all diesen Farben stecken chemische Stoffe, die man in zwei große Familien einteilt: Farbstoffe und Pigmente. Der Unterschied klingt klein, entscheidet aber darüber, ob eine Farbe im Stoff sitzt, auf der Wand deckt oder sich beim Waschen verabschiedet.

Farbstoff oder Pigment?

Ein Farbstoff löst sich auf: Seine einzelnen verteilen sich im Wasser wie Zucker im Tee, die Flüssigkeit bleibt klar und wird durchgehend farbig. Ein Pigment löst sich nicht: Es besteht aus winzigen festen Teilchen, die in der Flüssigkeit nur aufgeschwemmt sind. Aus dem Thema Gemische kennst du das schon: Farbstoff plus Wasser ist eine Lösung, Pigment plus Wasser eine Suspension. Lässt du Pigmentfarbe stehen, setzen sich die Teilchen langsam am Boden ab. Genau deshalb steht auf Wandfarbe: vor Gebrauch umrühren.

Warum Dinge überhaupt farbig sind

Weißes Licht enthält alle Farben des Regenbogens gemischt. Trifft es auf einen Farbstoff oder ein Pigment, verschlucken die Moleküle einen Teil dieser Farben, der Rest wird zurückgeworfen und landet in deinem Auge. Ein rotes T-Shirt verschluckt Grün und Blau und wirft Rot zurück. Der Indigo-Farbstoff in deiner Jeans verschluckt vor allem gelbliches und rotes Licht, übrig bleibt das typische Jeansblau. Die Farbe eines Dings, das nicht selbst leuchtet, ist also immer der Rest des Lichts, den es nicht behalten hat.

Farbmischer
Rot255
Grün210
Blau0
rgb(255, 210, 0) Gelb

Additive Farbmischung: Weiß = alle Kanäle voll.

Probier es aus: Dreh die Regler für Rot, Grün und Blau. Was ein Stoff nicht verschluckt, mischt sich zu genau der Farbe, die du siehst.

Färben mit Pflanzenkraft

Lange bevor es Chemiefabriken gab, holten sich die Menschen ihre Farben aus der Natur: Indigo für Blau aus den Blättern der Indigopflanze, leuchtendes Gelb aus der Kurkuma-Wurzel, Rot aus der Krappwurzel. Beim Färben löst man den Farbstoff in einem warmen Färbebad, legt den Stoff hinein und lässt die Farbstoffmoleküle in die Fasern wandern, wo sie sich festhalten. Wie gut sie haften, ist sehr unterschiedlich: Kurkuma-Gelb hält nur schwach und wäscht sich schnell aus. Indigo ist von sich aus nicht wasserlöslich und wird für das Färbebad erst chemisch löslich gemacht. In der Faser verwandelt es sich an der Luft zurück in winzige unlösliche Teilchen, die im Gewebe festsitzen. Deshalb bleibt eine Jeans über viele Wäschen blau.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen einem Farbstoff und einem Pigment?

Warum sehen wir ein T-Shirt rot?

Woher stammt der natürliche gelbe Farbstoff Kurkumin?

Ergänze den Satz: Ein Pigment löst sich in Wasser .

Für ein Färbebad brauchst du 5 g Farbstoff pro Liter Wasser. Wie viele Gramm brauchst du für 3 Liter?

Ordne jedem natürlichen Farbgeber seine typische Farbe zu.

Indigo
Kurkuma
Chlorophyll
Ruß