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Erde & Klima

Erde & Klima

Grundwasser & Quellen

Nicht aller Regen fließt oberirdisch ab. Wie Wasser im Boden versickert, in Schichten gespeichert wird und als Quelle wieder ans Licht kommt.

Wenn es regnet, verschwindet ein großer Teil des Wassers scheinbar im Boden. Es ist aber nicht weg, sondern sickert langsam nach unten und sammelt sich tief in der Erde. Dieses verborgene Wasser nennt man Grundwasser. In Deutschland stammen rund 70 Prozent des Trinkwassers aus Grundwasser und Quellwasser. Was aus deinem Hahn läuft, hat also meist erst einmal den Boden durchquert.

Versickern im Boden

Ob Wasser versickert, hängt vom Untergrund ab. Sand und Kies haben viele kleine Zwischenräume, durch die Wasser leicht hindurchrinnt. Solche Schichten heißen durchlässig. Fester Ton dagegen ist dicht und hält das Wasser fast vollständig zurück. Das versickernde Wasser füllt nach und nach die Poren zwischen den Körnern, ähnlich wie Wasser einen Schwamm vollsaugt.

Wasserkreislauf
StationVerdunsten
Verdunsten: Wasser ist gasförmig

Die Sonne erwärmt das Meer, Wasser wird zu unsichtbarem Wasserdampf.

Verfolge den Weg des Wassers und sieh, wo es nach dem Regen versickert.

Wasserführende Schichten

Das versickernde Wasser sinkt so lange, bis es auf eine undurchlässige Schicht wie Ton trifft. Dort staut es sich und füllt die durchlässige Schicht darüber wie ein unterirdischer Schwamm. So eine wassergefüllte Schicht nennt man Grundwasserleiter. Die Oberkante dieses Wasserkörpers, bis zu der jede Pore gefüllt ist, heißt Grundwasserspiegel. Nach nassen Wochen steigt er, nach einem trockenen Sommer sinkt er wieder.

Quellen und Trinkwasser

Wo der Grundwasserspiegel die Erdoberfläche erreicht, tritt Wasser von selbst aus. Das ist eine Quelle, oft der Anfang eines Baches. Um an das tiefer liegende Grundwasser zu kommen, graben oder bohren Menschen Brunnen. Weil Grundwasser durch die Bodenschichten gefiltert wird, ist es meist sauber und liefert vielerorts unser Trinkwasser. Ganz von allein sauber ist es aber nicht: Gelöste Stoffe wie Nitrat aus Dünger sickern mit nach unten, deshalb wird Trinkwasser regelmäßig im Labor geprüft.

Aufgaben

0 von 6 gelöst

Zeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.

Durch welchen Untergrund sickert Wasser am leichtesten?

Was ist eine Quelle?

Wasser versickert in Sand etwa 2 m pro Tag nach unten. Wie tief ist es nach 3 Tagen gesunken? Antworte in Metern.

Ordne jedem Begriff rund um das Grundwasser die passende Beschreibung zu.

Grundwasserleiter
Grundwasserspiegel
Quelle
Brunnen

Ein Brunnen ist 15 m tief. Der Grundwasserspiegel liegt 9 m unter der Erdoberfläche. Wie hoch steht die Wassersäule im Brunnen in Metern?

Bringe den Weg des Regenwassers bis zur Quelle in die richtige Reihenfolge.

  1. 1Der Grundwasserleiter füllt sich wie ein Schwamm.
  2. 2Regen fällt auf den Boden.
  3. 3Erreicht der Grundwasserspiegel die Oberfläche, tritt Wasser als Quelle aus.
  4. 4Es trifft auf eine undurchlässige Tonschicht und staut sich.
  5. 5Das Wasser versickert durch durchlässigen Sand und Kies.