Erde & Klima
Wind & Luftdruck
Warum Luft sich bewegt: Hoch und Tief, aufsteigende Wärme und die großen Windgürtel der Erde.
Das brauchst du vorher
Du kannst Wind nicht sehen, aber du spürst ihn im Gesicht, hörst ihn in den Bäumen und siehst, wie er Drachen steigen lässt. Was da weht, ist nichts anderes als bewegte Luft. Aber warum bewegt sie sich überhaupt? Die Antwort steckt in zwei Wörtern, die du aus jedem Wetterbericht kennst: Hoch und Tief.
Warme Luft steigt, kühle Luft sinkt
Die Sonne erwärmt den Boden, und der Boden erwärmt die Luft darüber. Warme Luft dehnt sich aus, wird leichter und steigt auf. Wo Luft aufsteigt, drückt weniger Luft auf den Boden: Es entsteht ein Tiefdruckgebiet. Kühle Luft dagegen ist schwerer und sinkt ab. Wo sie sich am Boden staut, drückt mehr Luft nach unten: ein . Gemessen wird der in Hektopascal, kurz hPa: Auf Meereshöhe liegt er im Mittel bei etwa 1013 hPa, ein kräftiges Hoch bringt es auf über 1030 hPa, ein tiefes Tief auf unter 990 hPa. Und jetzt kommt der entscheidende Schritt: Luft strömt immer vom Hoch zum Tief, um den Unterschied auszugleichen. Genau diese Ausgleichsströmung ist der Wind. Je größer der Druckunterschied, desto kräftiger weht es.
Äquator: warme Luft steigt auf, dadurch Tiefdruck
Wind entsteht durch Temperatur- und Druckunterschiede: Luft strömt vom Hoch zum Tief.
Die Windgürtel der Erde
Was im Kleinen an einem Sommertag passiert, passiert im Großen auf der ganzen Erde. Am Äquator steht die Sonne fast senkrecht und heizt die Luft gewaltig auf: Dort steigt sie ständig auf, und es bildet sich ein Band aus Tiefdruck. In der Höhe strömt die Luft Richtung Norden und Süden, kühlt ab und sinkt rund um den 30. Breitengrad in den Subtropen wieder ab. Am Boden strömt sie zurück zum Äquator. Weil sich die Erde unter der Luft wegdreht, wehen diese Ströme nicht schnurgerade nach Norden oder Süden, sondern schräg. So entstehen riesige Kreisläufe, die die Erde in Windgürtel einteilen: die zuverlässigen in den Tropen, die aus Nordost und Südost zum Äquator wehen, und die Westwinde in unseren Breiten, die uns das wechselhafte Wetter vom Atlantik bringen.
Wind als Antrieb
Wind treibt das Wetter an: Er schiebt Wolken und ganze Regenfronten über Länder und Meere. Und Menschen nutzen diese Kraft seit Jahrtausenden. Segelschiffe folgten den Passatwinden über die Ozeane, lange bevor es Motoren gab, und der Name Passat geht auf ein altes Wort für die Überfahrt zurück, weil diese Winde die Schiffe so verlässlich hinübertrugen. Windmühlen mahlten Getreide, und heute erzeugen Windräder aus derselben bewegten Luft elektrischen Strom.
Aufgaben
0 von 6 gelöstZeit zum Ausprobieren. Du kannst nichts kaputt machen, jeder Versuch zählt.
Was ist Wind?
Was macht warme Luft, wenn kühlere Luft sie umgibt?
In welche Richtung strömt die Luft am Boden zwischen einem Hoch und einem Tief?
Bring die Schritte in die richtige Reihenfolge, die aus Sonnenwärme Wind machen.
- 1Am Boden entsteht ein Tiefdruckgebiet
- 2Die Sonne erwärmt den Boden
- 3Luft strömt vom Hoch zum Tief und weht als Wind
- 4Die warme Luft dehnt sich aus und steigt auf
- 5Der warme Boden erwärmt die Luft darüber
Am Äquator steigt warme Luft bis in etwa 16 km Höhe auf. Wie viele Meter sind das?
Ordne zu, wie Menschen die Kraft des Windes genutzt haben oder nutzen.
Damit geht es weiter